Elvis Presley starb nicht durch Drogenmissbrauch, sondern an den Folgen einer angeborenen Verengung des Darmes. Zu den typischen Symptomen gehört auch das aufgedunsene Erscheinungsbild, dass Presley ab Mitte der siebziger Jahre auf die Bühnen mitbrachte. Das wahrscheinlichste Szenario zur Beschreibung seiner letzten Minuten liest sich nicht Rock’n’Roll: Durch erhöhten Druck versuchte Elvis, glaubt man den Internisten, seinen enorm verspäteten und dadurch verhärteten Stuhl aus sich heraus zu pressen, wobei er sein Herz überanstrengte und tot zu Boden glitt. Eine OP habe Elvis 1975 aus Karrieregründen abgelehnt – die hätte ihn wohl für ein Jahr aus dem Geschäft genommen.
    Wie beim Icarus darf hier, wer will, den Tod auf einen moralischen Begriff hin deuten. Interessanter scheint mir der geschärfte Blick für das Leben, das Presley dieser demobilisierenden Pathologie abgerungen hat.

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